Seit über 30 Jahren gibt es sie schon – die Kinderrechtskonventionen der vereinten Nationen. Am 11.01.2021 hat sich die Bundesregierung endlich auf einen Formulierungsvorschlag zur Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz verständigt. Dieser Vorschlag bleibt jedoch in wichtigen Punkten hinter den Forderungen der UN-Kinderrechtskonvention zurück.

Deswegen führen wir unsere Kampagne „support your local kids“ – Kinderrechte ins Grundgesetz – JETZT! gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Hamburg fort und schließen uns dabei den Forderungen des Aktionsbündnisses Kinderrechte an: Das Kindeswohl muss ein vorrangig zu berücksichtigender Gesichtspunkt sein, wenn auch nicht immer Vorrang haben. Dieses Ansinnen muss auch in der Formulierung für die Grundgesetzesänderung zum Ausdruck kommen. Darüber hinaus darf die Beteiligung von Kindern sich nicht auf das rechtliche Gehör beschränken, sondern muss als umfassendes Beteiligungsrecht formuliert werden. In der Debatte um den endgültigen Verfassungstext sollten Kinder und Jugendliche selbst sowie Kinder- und Familienverbände beteiligt werden.

Diese Promis unterstützen uns:

Warum und wofür:

Die Corona-Pandemie hat sehr deutlich gemacht, dass die Interessen von Kindern politisch gesondert geschützt werden müssen: Schul- und Kitaschließungen und das Wegbrechen von Hilfsangeboten haben dazu geführt, dass viele Kinder den Anschluss an Lerninhalte verpasst haben und im beengten familiären Umfeld massivem Stress oder sogar häusliche Gewalt ausgesetzt waren. Im Grundgesetz verankerte Kinderrechte hätten dafür gesorgt, dass mit den Pandemieverordnungen auch Konzepte vorgelegt werden, die den Schutz und die Förderung von Kindern ausreichend sicherstellen.

Wir glauben, im Grundgesetz verankerte Kinderrechte sorgen rechtlich für eine Basis, dass es vielen Kindern besser gehen kann. Weil Kinder dann mehr Anspruch darauf haben, umfassend versorgt und gefördert zu werden. Weil Kinder mehr gefragt werden, wenn es um sie selbst geht. Und weil Kinder  im Notfall besser geschützt und schneller unterstützt werden können.

Support your local kids! –Wie Sie mitmachen können:

Was wir noch machen:

  • Plakate: Im November und Anfang 2021 hängen bei allen BUDNIs in Hamburg und Metropolregion Plakate mit Prominenten, die unseren Appell unterstützen. Auch die Hamburger Hochbahn AG zeigt die Kampagne an mehren Tagen und verschiedene Medien berichten.
  • Riesen Graffiti: Am 20.11., dem Tag der Kinderrechte, übergeben wir der Hamburger Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard ein riesiges Kunstwerk, mit dem Promis und Kids des Esche Jugendkunsthauses den Appell künstlerisch umgesetzt haben.
  • Song: Die Kids vom Esche Jugendkunsthaus in Hamburg Altona haben außerdem einen fantastischen Song geschrieben: Every child has rights…
  • Virtuelles Museum:The Secret Sculpture – Das erste virtuelle Museum für Kinderrechte“ kann per QR-Code auf jedem Smartphone heruntergeladen werden.

Die wichtigsten Kinderrechte in Kürze

  • Das Recht auf Gleichheit: Alle Kinder haben gleiche Rechte. Niemand darf auf Grund seiner Hautfarbe, Religion oder seines Geschlechts benachteiligt werden.
  • Das Recht auf Gesundheit: Jedes Kind hat das Recht, die Hilfe und Versorgung zu erhalten, die es braucht, wenn es krank ist.
  • Das Recht auf Bildung: Jedes Kind hat das Recht zur Schule zu gehen, zu lernen, was wichtig ist, und auf die Möglichkeit, seine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
  • Das Recht auf Spiel, Erholung und Freizeit: Jedes Kind hat das Recht zu spielen und in einer gesunden Umgebung aufzuwachsen und zu leben.
  • Das Recht auf eine eigene Meinung: Jedes Kind hat das Recht, seine Gedanken frei zu äußern, und das Recht auf Information.
  • Das Recht auf gewaltfreie Erziehung: Jedes Kind hat das Recht auf eine Erziehung ohne Anwendung von Gewalt oder andere entwürdigende Maßnahmen.
  • Das Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung: Kein Kind soll schlecht behandelt, ausgebeutet oder vernachlässigt werden. Kein Kind soll zu schädlicher Arbeit gezwungen werden.
  • Das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht: Ein Kind, dass aus seinem Land flüchten musste, hat dieselben Rechte wie alle Kinder in dem neuen Land.
  • Das Recht auf Betreuung bei Behinderung: Kind hat das Recht auf ein gutes Leben. Wenn es behindert ist, hat es das Recht auf zusätzliche Unterstützung und Hilfe.
  • Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause: Jedes Kind hat das Recht, mit seiner Mutter und seinem Vater zu leben, auch wenn diese nicht zusammenwohnen. Eltern haben das Recht, Unterstützung und Entlastung zu bekommen.

Vielen Dank für IHRE Unterstützung!